Di

23

Feb

2010

Retail-Update USA: Was wird aus dem stationären Handel und wie sieht Service in der Handelszukunft aus

Der amerikanische Handel wühlt sich allmählich aus der Rezession heraus und muss feststellen, dass Veränderungen drängender denn je sind. In den USA geht endgültig die Ära der großen Flächen und Mainstream-Angebote zuende, Zwei aktuelle Trends:

1. Die Zeiten der Malls und Megashops sind definitiv vorbei: Immer wieder haben wir in den vergangenen 12 Monaten über Supermarktprojekte berichtet, die mit kleinflächigen Formaten erfolgreich sind. In Deutschland waren damit Tegut, Rewe und Spar erfolgreich. In Österreich hat damit vor kurzem Billa begonnen. Jetzt ist der amerikanische Retail-Riese Target auf den Trichter gekommen und baut die kleinen smarten Läden aus. Insgesamt gibt Target in 2010 rund 1 Milliarde US-Dollar für die Korrekturen seiner mehr als 1.700 Läden. Die neuen kleinen Stores werden auf die zeitknappen Konsumwünsche der jungen urbanen Konsumenten zugeschnitten. 
2. Distanz- und Digitalhandel regiert: Der Konsumenten-Report, der kürzlich von der National Retail Federation in Kooperation mit American Express, herausgegeben wurde, bewertet ausschließlich die Service-Qualität der us-amerikanischen Retailer. Das Frappierende: Hoch bewertete Retailer wie Overstock.com (Platz 2), Zappos.com (Platz 3) und QVC treten nur noch als virtuelle Shops in Erscheinung. Die Hälfte der unter den Top 10 bewerteten Retailer hat überhaupt keinen stationären Handel mehr. L.L. Bean (Platz 1) und Land’s End (Platz 8). Das führt aber auch zu der unpopulären Erkenntnis, dass Service-Qualität heute und in Zukunft nicht mehr nur von der Präsenz und viel beschworenen Freundlichkeit des Personals abhängt.

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