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04

Nov

2009

Google-Kraftwerke, Microkraftwerke im Partykeller und der Schlüsseltrend Dezentralisierung: Trends und Visionen im Energiesektor

Mein Vortrag heute Vormittag fand im Rahmen der Auftaktveranstaltung "Regionales Energiekonzept Rhein-Neckar" statt.

Wie Dezentralisierung die Märkte der Zukunft macht Wie Dezentralisierung die Märkte der Zukunft macht

Die folgenden Trends standen dabei im Vordergrund:

 

1. Energy-Grids: In einer Welt, in der in den nächsten zwanzig Jahren jede Minute 30 Inder vom Land in eine Stadt umsiedeln werden, wird intelligentes Energiemanagement zu einer Schlüsselaufgabe.

 

2. Transdisziplinäre Player: Das Interessante auf den Energiemärkten der Zukunft: Noch bis vor kurzem war Energie kein Thema, sondern schlichtweg selbstverständlich. Plötzlich ist Energie nicht mehr selbstverständlich, sondern eine epochale Herausforderung. Mit dem Ergebnis, dass die Energiemärkte der Zukunft schon jetzt von neuen Playern – ähnlich dem Automarkt im Moment – bearbeitet werden.

 

3. Google-Kraftwerke: Google beispielsweise engagiert sich in der Optimierung von Sonnenkollektoren und verspricht Preise bei 250 MW-Anlagen von 5 cent pro Kilowattstunde, was den bisherigen Preis (12 bis 14 cent) dramatisch unterbietet.

 

4. Dezentralisierung und User Empowerment: Als zwei zentrale Schlüsseltrends, die in Zukunft viele Märkte verändern werden, habe ich Dezentralisierung und User-Empowerment vorgestellt. Was nämlich die Geschichte vieler Märkte in den vergangenen Jahren ganz entscheidend geprägt hat, wird auch den Energie- und Mobilitätssektor signifikant verändern – die Tatsache, dass immer mehr Schlüsseldienstleistungen und Innovationen von einer öffentlich-kollektiven Nutzung in eine individuell-privaten Nutzung überführt werden. Dabei entstehen für den „Endverbraucher“ Bequemlichkeits- und Kostenvorteile

 

> Telekommunikation: 1990er Jahre: Von der Telefonzelle zum Handy

> Handel: 1995: Vom Konsumenten zum Prosumenten

> Medien: 2003: Von den Massenmedien zu socialmedia

> Energie: 2015: Vom Energieverbraucher zum privaten Microkraftwerkbetreiber

 

Fazit: Energie war bis vor kurzem das Selbstverständlichste von der Welt, ein Nicht-Thema. Warum? Weil Energie schlechterdings immer, überall und in unerschöpflichen Mengen vorhanden war. Jetzt steht Energie bei vielen Topunternehmen ganz oben auf der Agenda, weil der Innovationsdruck sehr hoch ist und neue Geschäftsfelder neue Wachstumsschübe versprechen. Insofern ist das Management von Energie ein zentraler Zukunftsmarkt, der viele branchenfremde Player anziehen wird. Für alle Wettbewerber wird es wichtig sein, besonders die Trends Dezentralisierung und User Empowerment in den Mittelpunkt zu stellen. Der Wettlauf auf einem Schlüsselmarkt des 21. Jahrhunderts kann beginnen.

 

Wer mehr Interesse an Vortrag und Thema hat: info@eikewenzel.de

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