So
20
Sep
2009
Ministry of Change: Wer sind die First Globals?, Teil 2: Multilateral und multikulturell
... Zogby hat über Jahre hinweg 18- bis 29-jährige Amerikaner nach ihren Zukunftserwartungen und –wünschen befragt: 25% von ihnen äußerten, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr der einzige interessante Arbeitsmarkt für sie sei. Die First Globalists gehen davon aus, dass sie für bestimmte Zeit und in wichtigen Lebensphasen außerhalb der USA leben werden. Von daher...
leitet sich auch ihr erwachtes Interesse an Multikulturalität – und vor allem: an der Welt außerhalb der Vereinigten Staaten ab.
Was mir jedoch noch wichtiger erscheint, ist folgendes: Mit den First Globalists (die zu großen Teilen natürlich mit der Beschreibung der „Generation Facebook überlappen) wächst eine neue Verantwortungselite heran, die nach einer Drei-Welten-Theorie denkt und handelt:
* Innere Welt: Sie schauen durchaus aufmerksam auf die eigenen Bedürfnisse, wägen ab, was für ihre Work-Life-Balance förderlich ist und was nicht. Wie es auch für die so genannte Mewe-Generation zutrifft, sind auch die First Globals angetrieben von konkreten Selbstverwirklichungswünschen, allerdings sehen sie diese Selbstverwirklichung auch und vor allem in Gemeinschaftsidealen (online und offline) erfüllt, nicht in narzisstischer Selbstbespiegelung.
* Mitwelt: Als Kosmopoliten gehen sie davon aus, dass sie in der kommenden multipolaren Welt auf Augenhöhe mit den Menschen auch aus Drittwelt-Staaten leben werden. Damit diese Vision jedoch Wahrheit wird, ist es ihnen ein Anliegen, dass Globalisierung mit menschlichem Antlitz stattfindet: Bekämpfung von AIDS und Armut, Durchsetzung der Menschenrechte etc. Auch in ihrer unmittelbaren Lebensrealität, so Zogby, ist es den First Globals wichtig, dass verantwortungsvoll und im Konsens gehandelt wird.
* Umwelt: Lebenseinstellungen, Konsumverhalten, Markenpräferenzen der First Globals werden sich darüber hinaus vor allem auch über den verantwortungsbewussten Umgang der First Globals mit der Umwelt definieren. Wir haben das in unserer Studie „Matrix des Wandels“mit der Zweizeitigkeit des Konsums beschrieben: First Globals, aber auch andere LOHAS-affine Gruppen werden zweizeitigen Konsum betreiben. Ihnen wird es nach wie vor wichtig sein, im Hier-und-Jetzt genussvoll und erfüllt zu leben. Zusätzlich werden sie jedoch die Frage stellen, welche Konsequenzen ihr Lebensstil für die Zukunft der Umwelt hat.
