Sa
19
Sep
2009
Ministry of Change: Wer sind die First Globals?, Teil 1: Die jungen Amerikaner entwickeln neues Weltverständnis
Florian Illies hat mit seiner genialen „Generation Golf“ (oder war es der Verlag, der für den Titel gesorgt hat) über mehrere Jahre einen drögen Me-too-Automatismus in Gang gesetzt. Mit dem Ergebnis, dass zum Schluss selbst noch der Feuilletonteilzeitredakteur vom "Dagobertshausener Kleinanzeiger" meinte, eine neue Generation ausrufen zu müssen, wenn sich ein 15-Jähriger die Basketballmütze schief aufsetzte.
Nicht die xte Generation..., sondern ein neues amerikanisches Weltverständnis
Mit diesem Antitrend sind wir mittlerweile durch. Jetzt sorgt auf dem amerikanischen Markt der Welterklärungsprosa ein neuer Entwurf für Furore: Die First Globals. Ich will mich hier nicht in weiterem methodologischem Bedenkenträgertum ergehen. Die meisten von uns wissen ohnehin, dass wir über kulturelle Konstruktionen reden und soziologisches Storytelling, das keinen finalen Wahrheitsanspruch verfolgt, sondern gesellschaftlichen Wertewandel anschaulich und durchschaubar machen möchte. Deswegen die Frage: Was nutzt es, von den First Globals zu sprechen?
Die 4 Grundattribute der First Globals
Der Sozialforscher John Zogby hat in seiner Langzeituntersuchung „The Way we’ll be“ den First Globals folgende Attribute zugeschrieben:
Die (amerikanische) Global Generation verfügt
* über eine hohes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein
* über eine quasi natürliche Sympathie für Diversity und Multikulturalismus
* über eine individuelle (nach persönlichen Präferenzen orientierte) Spiritualität, mit der sie die Welt begreift
* über eine komplexe und ganzheitliche Weltsicht.
Zogby hat über Jahre hinweg 18- bis 29-jährige Amerikaner nach ihren Zukunftserwartungen und –wünschen befragt.... Teil 2 morgen HIER
