Mission Statement – Hier bloggt Eike Wenzel
Der Wandel in unserer Welt, der sich fast täglich beschleunigt, muss analysiert und begreifbar gemacht werden. Wir haben als Trendforscher mit Themen wie LOHAS und Greenomics den Wertewandel in unserer Gesellschaft begleitet und auf den Punkt gebracht. Auf dieser Seite möchte ich Sie noch direkter auf alle relevanten Veränderungen in den Lebensstilen und auf den Märkten aufmerksam machen. Lassen Sie uns zusammen Zukunft planbar machen.
Mo
26
Jul
2010
Zukunftsmärkte 2020: Weswegen Lithium ein Markt von morgen ist, zwei Thesen
* Der Kampf um das neue Treibstoff-Gold
Der Rohstoff Lithium wird in der Welt der grünen Technologien und des Klimawandels freudestrahlend und mit großen Erwartungen begrüsst.
Was die Entwicklung des Lithium-Trends negativ beeinflussen könnte, ist eine drohende „Nationalisierung des Rohstoffs“
Mi
21
Jul
2010
Vorgeschmack auf die neue Studie "Erlebnismärkte 2030", wie wir in Zukunft konsumieren und genießen werden
So
18
Jul
2010
Netzernüchterung. Brauchen wir ein Internet für die Schlauen und Guten? Nein, aber wir brauchen eine Netzkultur, die sich nicht der willenlosen Streuung von In
Das Internet ist nach seinem zweiten Hype durch Socialmedia soooo schrecklich normal geworden. Schnell haben sich digitale Boheme und Fußvolk herausgebildet. Es sind – wie im normalen Leben auch – Geltungshierarchien entstanden: Die Gurus versammeln Follower-Volk, haben es selbst aber nicht nötig, eigene Kontakte aufzubauen. Mittlerweile können die von einer anonymen Follower-Masse bestätigten 2.0-Gurus ganz gut davon leben...
Mi
14
Jul
2010
Erlebnismärkte 2030, die Zukunft des Konsums, die Einstiegsthesen zur Studie
* These 1: Blurred Boundaries
Es gibt nicht mehr DEN Luxus oder DEN Discount, neue Hybride entstehen, für bestimmte Lebensphasen, Communities oder Zielgruppen
Auf den ersten Blick aus einer völlig anderen Welt kommt Forever 21 www.forever21.com, ein japanischer Fashionretailer, der sich sehr geschickt auf den Wertewandel in der japanischen Gesellschaft
eingestellt hat. Forever 21 rockt zusammen mit H&M gerade den Modemarkt im postrezessiven Japan. Klassischer Luxusumsatz ist in diesem Jahr um zehn Prozent eingebrochen. Versace hat
sich aus dem ehemaligen Luxustraumland ganz zurückgezogen, LVMH die Pläne eines gigantischen Flagshipstores in Tokio in die Schublade zurückbefördert. Forever 21 kommt aus den USA fokussiert in
Japan eine neue Generation der Office Ladies zwischen 18 und 30 Jahren. Die lebten bislang bei den Eltern und investierten ihr Geld in klassischen Statusluxus. Forever 21 bietet Fastfashion, die
nicht nach 08/15 aussieht und der die Balance zwischen Preis und Premium gelingt. Forever 21 mit präziser Zielgruppenorientierung und hoher Trendawareness gehört weltweit zu den Krisengewinnern
im Handel.
* These 2: Konsum wird asymmetrischer
Wir verabschieden uns gerade endgültig von dem Lebensmodell der bürgerlichen Kleinfamilie, wie es unsere Eltern und Großeltern in der westlichen Nachkriegswelt der 1950er und 1960er Jahren
entwickelt haben. Genauer betrachtet organisierte sich dieser Wohlstandsentwurf nach den Maßstäben einer systematischen Konsumchoreografie und ruhte auf vier zentralen Pfeilern: Einkaufszentrum
(grüne Wiese), Automobilität (Vorratseinkauf), TV (Massenmarketing) und der Kühlschrank (Vorratshaltung). Asymmetrischer Konsum heißt, dass wir uns aus dem Korsett des Massenkonsums Stück für
Stück herausbewegen. Dabei verändert sich vieles: Gerade erleben wir die Abdankung des Autos wie auch der grauen Standard-Supermärkte der 1980er Jahre. Das Fernsehen ist ebenfalls dabei seine
hegemoniale Rolle als „Fenster zur Welt (des Wohlstandskonsums)“ einzubüßen.
* These 3: Coming-to-age
Die große Rezession – die große Desillusion? Schauen wir etwas genauer hin. In den USA wird bei den Konsumenten momentan ein „Coming to age“ konstatiert. Und das hat tatsächlich wenig mit
Depression oder Desillusion zu tun und vielmehr damit, dass die Konsumenten erwachsen werden und ihren Konsum mit mehr Bewusstsein organisieren. Die Wertewandelforscher von Zogby International
sprechen davon, dass der klassisch amerikanische Homo Economicus mit seiner unbesorgt materiellen Orientierung gestorben ist. 93 % der Amerikaner, so weisen es die Marktforscher von Context aus,
sind sich sicher, dass die Hinwendung zu einem bewussteren Konsum und zu einem selbstreflektierten Umgang mit den eigenen finanziellen Ressourcen und den Umweltressourcen keine vorübergehende
Rezessionserscheinung sind, sondern sich als substanzieller Trend verfestigen werden. Ein Konsum- und Lebensstil, der damit auf den amerikanischen Märkten Platz greift ist in einem doppelten
Sinne rational: Insofern rational, als er preisbewusster handelt und sich vom Kaufen auf Pump verabschieden musste. Rational aber auch insofern, als die Konsumenten – eigentlich schon seit
längerer Zeit – danach zu fragen beginnen, was ihnen wirklich wichtig ist und welche Werte im Konsum zu befriedigen sind.
* These 4: Walkable Consumption
Klingt auf den ersten Blick banal, kommt aber einer Kontinentalverschiebung auf den Märkten gleich: Konsum entkoppelt sich von Automobilität: Zwischen 1950 und 1980 haben sich in den USA die
Ausgaben für Autos und Wohnen schlicht verdoppelt, von 22 % auf 44 %. Seit einigen Monaten erleben wir einen merkwürdigen Wandel: In den großen Städten der USA geben junge Menschen nur noch zehn
Prozent ihres Einkommens für ein Auto aus, die durchschnittliche amerikanische Familie dagegen ein Viertel ihres Einkommens. Seit ein paar Jahren ist in Japan ein Trend zur fallenden Bedeutung
des Fahrzeugbesitzes zu erkennen, den die äußerst technikgläubigen Asiaten „Kuruma Banare“ nennen, was übersetzt soviel wie Demotorisierung heißt. Autos verlieren zusehends ihre Rolle als
Statussymbol gegenüber Smartphones, Netbooks etc. Eine Welt geht unter, die fossile Automobilitätskultur stirbt und mit ihr unser altes Modell des Wohlstandskonsums. Das innige Liebesverhältnis
zwischen Statussymbol Auto und unserem Kleinfamilien-Reihenhaus-Lebensmodell ist längst zerrüttet. Junge Menschen in Amerika, Europa und selbst im Auto-verrückten Japan haben Automobilität längst
entzaubert und auf Alltagsanforderungen heruntergeholt: Wie komme ich am schnellsten von A nach B?
* These 5: LOHAS-Cities
Wir stehen vor einem Komplettumbau unserer Städte und Metropolen. Seit 2007 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Die 40 größten Städte der Welt sorgen schon jetzt für zwei Drittel der
weltweiten Wertschöpfung. Der Wandel ist derart bahnbrechend, dass er mit „Rückkehr“ in die Metropolen oder ähnlichem nicht angemessen benannt ist. Wir sind dabei – und das sind durchweg positive
Signale eines Aufbruchs – unsere kollektive Vorstellung davon, was eine Stadt ist, neu zu besetzen. Die neuen Städte der Zukunft sind nicht mehr die graue Moloche, die nur Gewalt, Verworfenheit
und Entindividualisierung produzieren. ...Menschen, die in New York leben, produzieren 30 % weniger Treibhausgase als der Durchschnittsamerikaner. In New York wurden in den vergangenen vier
Jahren sage und schreibe 500 km an neuen Radwegen angelegt.
* These 6: Shifting Centers
Das Auseinanderbrechen der transatlantischen Trendbruderschaft: Was die Märkten von morgen wollen und was die neuen Entwicklungen tatsächlich sind, wird nicht mehr nur an der New Yorker 5th
Avenue, der Londoner Oxford Street oder den Champs Elysèes entschieden. Der Putz ist runter. Die Nobelmeilen quälen sich nunmehr schon seit Jahrzehnten mit schwindenden Margen und absurd hohen
Mieten, mit nölend anspruchsvollen Kunden und galoppierenden Niedrigpreiserwartungen. 2008 versuchte quasi die ganze Stadt Paris die Ansiedlung der Billigchic-Kette H & M zu verhindern. Die
Angst vor dem „Boulevard banal“, wie die „Süddeutsche Zeitung“ formulierte (04.02.2008, http://bit.ly/bAulBd), trieb Politik, Handel und Bürger der Stadt wieder einmal auf die Barrikaden. Das
höchste Gericht wurde angerufen, um das H&M-Projekt zu kippen, dabei sind die Zaras, McDonalds usw. längst vor Ort.
Es geht also nicht um die eine oder andere Billigkette, es geht längst um mehr, es geht ums Ganze: Ist Highstreet-Shopping überhaupt noch zeitgemäß, wo sich Mode- und Lifestyletrends längst in
Nischen zurückgezogen haben. Und mehr noch: Der Glaube an die epizentrische, Trend setzende Macht der ehemaligen Weltzentren ist auch unter den Beteiligten längst geschwunden. Highstreet-Shopping
ist zu einer denkbar unglamourösen Veranstaltung verkommen, am ehesten angetan, um 50plus-Touristen die Städtereisen ein bisschen interessanter zu machen.
Mi
14
Jul
2010
Zukunft des Konsums - Zukunft des Handels. Der Handel der Zukunft muss das Visier öffnen und den neuen Kundenbedürfnissen aufrichtig Rechnung tragen
Zukunft verlangt einen erweiterten Fokus
Mi
16
Jun
2010
Auszug Präsentation "Tourismustrends": Spirituelles Reisen, die wichtigsten Zahlen
www.eikewenzel.de Tourismustrends
Fr
07
Mai
2010
Vortrag: Medienzukunft, demografischer Wandel und die neue Ökologie des Wissens
Zukunftsmärkte & demografischer Wandel